Die EU
darf nicht tatenlos zusehen, wie nach und nach unseren Bäuerinnen
und Bauern die Lebensgrundlage entzogen wird und manche Familien um
das nackte Überleben kämpfen", sagte heute Österreichs
Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, ÖVP-
Europaparlamentarierin Elisabeth Köstinger.
In einer Diskussion mit EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-
Boel im Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments forderte
Köstinger daher weitere sofortige Stabilisierungsmaßnahmen für den
Milchmarkt. "Die Vorschläge wie die Verwendung von Milchpulver für
die Kälberfütterung, die Festlegung von Mindestpreisen für
Käseprodukte oder eine klare Kennzeichnung von Analogkäse sind
durchdacht und liegen auf dem Tisch. Es ist unverständlich, warum
die Kommissarin nach wie vor nur Konzepte für langfristige Lösungen
hat, konkrete Lösungsansätze für eine rasche Soforthilfe aber nach
wie vor schuldig bleibt", kritisiert Köstinger.
"Täglich werden an die Landwirtschaft neue Herausforderungen
herangetragen. Gesellschaft und Politik fordern Biodiversität,
qualitativ hochwertige landwirtschaftliche Produkte, Leistungen für
den Klimaschutz und die Landschaftspflege. Die Bäuerinnen und
Bauern wollen diese Leistungen auch gerne erbringen, sehen sich
aber trotz der dadurch steigenden Betriebskosten mit einer
gleichzeitigen Diskussion über eine Kürzung des Agrarbudgets
konfrontiert. In Verbindung mit den sinkenden Marktpreisen ist
dieser Spagat nicht zu schaffen", warnte Köstinger.
"Natürlich müssen neben der Versorgungssicherheit und
Qualitätssicherung auch vernünftige und leistbare Preise für den
Verbraucher gewährleistet sein. Zurzeit steht der Erzeugerpreis
aber in keiner Relation zum Verbraucherpreis", so Köstinger
abschließend. "Es kann nicht sein, dass unsere Bäuerinnen und
Bauern das Schlusslicht der Produktionskette sind und mit den
erzielten Preisen nicht einmal ihre eigenen Produktionskosten
abdecken können."
Dramatische Situation des Milchmarktes nur Gipfel des Eisberges
"Die aktuelle Krise des
Milchsektors ist nur der Gipfel des Eisberges. Wir sind in ganz
Europa mit einer schwer angeschlagenen Landwirtschaft konfrontiert.
Es wird zu oft vergessen, dass gerade auch die Landwirtschaft von
der Wirtschaftskrise massiv betroffen ist. Unsere bäuerlichen
Familienbetriebe brauchen dringend Marktstützungsmaßnahmen.
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